„Das funktioniert nie!“ oder Wie wir unsere Thermobodenplatte und Gerüst bekamen

Am besten kombiniert man ein Schwedenhaus mit einer „Schwedenplatte“, auch Thermobodenplatte genannt. Da wir beide aus unterschiedlichen Gründen keinen Keller mehr wollten, war die Entscheidung für die optimale Ergänzung zu unserem Haus schnell getroffen. Flo hatte nämlich als „Donaukind“ mehr als einmal miterleben müssen, was Hochwasser im Keller anrichten kann. Und ich hatte genug von „Ach-hol-mir-doch-mal-dieses-und-jenes-aus-dem-Keller“. Meistens lagert man ohnehin nur Dinge ein, die man nie wieder verwendet. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Anders sieht es mit Obst und Gemüse aus; wobei sich ein moderner Keller wegen der niedrigen Luftfeuchtigkeit gar nicht mehr dazu eignet. Wir werden später, wenn der Garten erstes Gemüse und Obst abwirft, einen Erdkeller bauen (es gibt auch Fertigvarianten). Die Thermobodenplatte bietet zudem einige Vorteile, z.B. Schutz vor Kälte und Nässe (keine Kältebrücken), schnelle Bauzeit, kein Estrich mehr notwendig usw. Unsere Bodenplatte hat die Fa. Axxfloor gebaut.

Wir hatten ja schon erwähnt, dass es den einen oder anderen Skeptiker gegenüber dieser Bauweise/dieses Systems gab. „Ja, aber was, wenn … (hier etwas einsetzen, das etwa alle drei Millionen Jahre eintritt)“ oder „Der Schotter wird wegrutschen“, „Die Platte liegt doch nur oben drauf!“ usw. waren die Bedenken. Aber nur, weil dieses System in unseren Breiten kaum einer kennt, heißt das nicht, dass es nicht funktionieren würde. Erst als die Platte lag, verstummten die Zweifler. Wir können nur empfehlen, offen zu sein für Neues und sich von den Vorteilen anstelle der Vorurteile überzeugen zu lassen. 🙂

Unten sieht man, wie die Platte wird gebaut wird, gerade mal zweieinhalb Tage hat es gedauert. Wir hatten an diesen Tagen keinen Urlaub und konnten daher nur Fotos am späteren Nachmittag nach der Arbeit machen.

Zwölf Tage später sollten vier Lastwagen mit unserem Haus aus Schweden anrollen. Einen Tag, bevor das Haus geliefert wurde, musste dann noch die erste Etage des Gerüstes aufgebaut werden. Später wurde uns klar, warum – im nächsten Beitrag sieht man dann, weshalb.

Wir hatten uns die erste Aufbauwoche Urlaub genommen. Wenn man so lange plant, muss man an den ersten Tagen einfach dabei sein. Am Montag Morgen wachten wir auf und lauschten. Ein leises Geräusch. Es regnete. Die Zitterpartie ums Wetter hatte mit den Erdarbeiten begonnen und setzte sich nun fort. Wir fuhren zum Grundstück und unterhielten uns kurz mit den Männern, das bisschen Regen sei kein Problem, versicherten sie uns.

Wir ließen sie also allein und bald waren die Wolken weitergezogen. Bis mittag stand das Gerüst fix und fertig da und die Sonne schien wie zur Versicherung, dass wir uns keine Sorgen machen sollten. Den Anblick des Gerüstes mit der Bodenplatte in der Mitte fanden wir witzig. „Da fehlt doch was!“ 🙂 Bei den meisten umliegenden (Ziegel-)Häusern kam das Gerüst immer erst Monate später, nachdem der Rohbau schon lange stand.

Nur noch einmal schlafen, dann kommt unser eigenes Haus! Was waren wir hibbelig, doch diese letze Nacht schliefen wir beide richtig gut, denn „die Sache war am Laufen“ und jetzt konnten wir ohnehin nichts mehr ändern. Es war an der Zeit, das Ruder aus der Hand zu geben.

Beim nächsten Mal erzählen wir von den ersten Aufbautagen bis das Haus regendicht wurde – der Wettergott stellte uns und das Montageteam gehörig auf die Probe…

Bis bald und alles Liebe, Flo & Manu

Eine Antwort auf „„Das funktioniert nie!“ oder Wie wir unsere Thermobodenplatte und Gerüst bekamen“

  1. das schaut doch schon mal gut aus!!
    und ja, wir müssen unsere schwedische Holzdecke (also weiß gestrichene Bretter) auch rechtfertigen …… seufz
    ganz viel Spaß und Energie weiterhin!!!
    liebe Grüße
    Manu

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