Wir stellen vor: Das Team

„Everbody can do it with good assistance …“ sagt der Volksmund. Stimmt, sagen wir … und gerade in unserem Fall, die wir absolut keine Ahnung von irgendwas hatten als wir mit dem Projekt „Schwedenhaus“ begannen, stimmt es doppelt und dreifach.

Also kommt hier aus unserem „Doku-Blog“ ein kurzer Überblick über die Basis-Beteiligten rund um das Schwedenhaus ( … und NEIN, wir bekommen dafür keine Vergünstigungen! Würden wir auch nicht annehmen, weil es an der Idee vorbeigeht … ).

Das große Plus bei diesem Projekt ist die minimale Beteiligung von Firmen. Das verkürzt die Kommunikationswege, was Fehler und Missverständnisse minimiert und somit Geld spart. Haus, Bodenplatte und Innenausbau wird von drei Firmen bedient, die seit Jahren zusammenarbeiten und eingespielt sind. Perfekt für uns!

Ernst Brock – Rörvikshus

CrzeGlr  Ernst Brock, im besten Alter, Norddeutscher, seit Jahren in Muckendorf-Wipfing an der Donau tätig (Tipp: Für seine Nachbarn baute er dort Schwedenhäuser die man auch besichtigen kann, z.B. den Bungalow von Familie Debit). Als Vertreter der Firma Rörvikshus in Österreich vertreibt er seit Jahrzehnten Schwedenhäuser in der Alpenrepublik.

Vornehmlichste Eigenschaft (um Felix Wagner von HHK – Holzhaus-Konzept zu zitieren): „Ich denke nicht, dass Herrn Brock jemals etwas aus der Ruhe bringen kann …“ und das ist bei „Brock-Haus“ (Literaten-Amusement ;-)) Programm.

Wir sind ja ziemlich zauderhafte Kunden, die alles fünfmal überdenken und neu arrangieren, damit es auch wirklich so wird wie wir uns das vorstellen. Wo andere Unternehmer wahrscheinlich schon ein Kreuz gemacht hätten und uns unserer Wege ziehen hätten lassen, da lief Herr Brock erst richtig warm. Kleines Beispiel gefällig? Nach über 6 Stunden Bemusterung des Hauses, kamen wir drauf, dass wir doch keine Veranda wollten und ein Fenster noch dazu sollte und überhaupt, die kontrollierte Wohnraumlüftung war auch nix für uns. Innerhalb von drei Tagen war alles geändert und zur weiteren Bearbeitung vorbereitet. Den Satz:“Gut, das hatte ich auch noch nie in meinen 30 Jahren Tätigkeit …“, ist eins zu eins mit unserem Namen verschmolzen. Danke für Ihre Geduld, Herr Brock!

Felix Wagner – HHK – Holzhaus-Konzept

Nddwz2X Felix „the wonderboy“ Wagner, lebt in der herrlichen sächsischen Schweiz und betreibt dort seine Firma Holzhaus-Konzept. Ihn zu treffen war wie einem „Rockstar“ aus der „Schwedenhaus-Innenausbau-Szene“ zu begegnen. Schon Monate vorab hörten wir immer wieder von verschiedensten Seiten:“Felix Wagner kümmert sich um alles“, „Felix Wagner denkt mit“, „Felix Wagner redet ihnen nichts ein“, „Mit Felix Wagner zu arbeiten ist unglaublich“. Bei solchen Vorschussloorbeeren wird man als „gelernter Österreicher“ misstrauisch. Wir aber dachten uns:“Mal sehen was da dran ist. Wird bestimmt lustig.“ (Tipp: Sei Dir darüber im Klaren, dass DU der Projektmanager beim Hausbau bist. DU hast die Fäden in der Hand und es passiert nur dann was, wenn DU dich bemerkbar machst.)

Und wir sagen es ohne Scheu … alle hatten Recht. Zwei Tage lang klapperte er mit uns die Firmen für die Fußböden, die Fliesen und die Sanitärausstattung ab. Über ACHT Stunden saß er mit uns am Tisch und brütete über Details. Er hörte sich unser Wünsche an, quittierte sie mit einem langgezogenen „Mhmmmmm …“ und kein einziges Mal versuchte er uns etwas einzureden oder extra zu verkaufen. Nein, im Gegenteil. Im Fliesengeschäft wies er vor der Chefin des Unternehmens darauf hin, dass es ja auch eine finanzielle Sache sei und die Haltbarkeit siner Erfahrung nach größer sei, wenn … naja, man kann es sich vorstellen wie wir uns fühlten … mit ihm haben wir, so wie mit Herrn Brock, die selten gewordene Spezies der „mitdenkenden Berater“ vom Schicksal an die Seite gestellt bekommen. Danke für Ihre Ausdauer, Herr Wagner!

Alex Grajek – Axxfloor

lptz7KAAlex „der Mythos“ Grajek, verlegt seine Bodenplatten auf 5 mm genau, was Felix Wagner ein enthusiastisches „Das ist einmalig“ wert war (so man das Anheben der Stimmmodulation um einen Halbton als solch eine Gefühlsregung deuten darf … :-)). Mit seiner Firma Axxfloor schafft er einmalige „Schwedenplatten“ (nein, nicht die magen-verstimmende Mischung aus eingelegtem Fisch, Kartoffeln in Majonaise und einem Blatt Salat, dass man in so manchen Gasthäusern serviert bekommt.)

Bei einer Schwedenplatte ist die Fußbodenheizung in den Betonguß integriert. Eine Technik, die in Schweden weit verbreitet ist, in unserer Streifenfundament-Kultur aber meist mit einem Lächeln oder schockiertem:“Das geht doch nicht!“ quittiert wird. Details dazu kommt in einem der nächsten Beiträge.

Was für ein Land in dem fast 9 Monate Winter herrscht gut ist, ist für unsere mitteleuropäischen Regionen wohl gut genug. Herr Grajek, wir werden sie schon nochmal im Profil fotografieren … selbst das hier musste ich vom „Rotes Schwedenhaus“ – Blog mopsen (Danke dafür! Ihr seid uns ja um einen Monat voraus. :)). Aber gut … man wird nicht zum Mythos, wenn überall ein Foto rumhängt, nicht wahr?

Das sind die Hauptspieler am Feld rund um das Haus an sich. Die weiteren Rollen stellen wir Euch demnächst vor, wenn es heißt:

„Und wer macht da jetzt das Grundstück platt, schaltet den Baustrom ein, bedient den Kran, bringt den Müll weg, leert das Baustellenklo aus und vor allem … wer bringt den Männern KAFFEE????“

Bis bald und stay swedish,

Manu und Flo

 

Quellen:

Fotos Herr Brock und Herr Wagner: Rörvikshus in Österreich und Firma Holzhaus-Konzept

Foto Herr Grajek, „Rotes Schwedenhaus“

Fotoeffekte: http://www.photofancy.de/index/overview

 

Was bisher geschah …

September 2011, Schweden, in der Nähe von Arboga …

Obwohl uns alle gewarnt hatten, dass es im Herbst in Schweden regnet, schneit und zu Mittag schon finster ist, sind wir trotzdem gefahren. Nicht nur das, wir mieteten uns für zwei Wochen auf einem Bauernhof ein: „Bo på Lantgård“ nennt sich das im Land der Wikinger. Kein Fernseher, kein Computer, kein Telefon. Nur die Natur und wir … auf Tåby Gård

Cicci und Steffan, die damaligen Besitzer, holten uns vom Bahnhof ab und traten gleich mal die erste Hiobs-Botschaft los. „Ihr seid unsere letzten Besucher. Wir haben alles verkauft, um am Fluß ein Steinhaus zu renovieren. Das wird unser Alterssitz.“ Manu und ich sahen uns mit großen Augen an. Da saßen wir in einem engen Transporter mit zwei Mit-60igern, die einfach mal so ihr Lebenswerk an die nächste Generation übergaben, um nochmal ein Haus zu bauen – und wir beiden Mit-30iger grübelten darüber nach, ob wir überhaupt unser erstes Haus zustande bringen würden. Als wir dann am Hof ankamen, waren wir einfach nur geplättet. DAS war der Hof von Cicci und Steffan, der einst vollkommen von Unkraut und Stauden verwachsen war und den sie von grundauf saniert hatten???

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Ein „einfacher“ Bauernhof in Arboga

Kurz nachdem wir unser Quartier im ersten Stock eines ausgebauten Heuschobers bezogen hatten sahen wir uns zweifelnd an. Jeder hauchte ein langgezogenes: „ooookkkkaayyyyy“ über die Lippen. Einfache Holzbetten, ein Schweden-Holzofen in der Mitte, etwa 90 Quadratmeter Holzboden. Als jedoch der Hahn krähte und die Hühner aus dem Hühnerstall direkt vor unser kleines Fenster stürmten, beschlossen wir es ab sofort mal ganz anders zu versuchen. Langsamer, zurück zur Natur, zurück zum Leben. Manu warf auch gleich mal den eleganten Begriff „slow-trotting“ in den Raum. Also setzten wir uns in die Sonne und überlegten, wie man dieses Wort mit Inhalt füllen könnte.

„Slowtrotting“ kann durchaus als Spielart des „slow traveling“ betrachtet werden, mit mehr Gewicht auf Kommunikation und Zeit. Das heißt:

  • Zu Fuß und mit dem Rad, mit Bus und der Bahn vorwärts kommen
  • Englisch, Deutsch, Schwedisch, Hände und Füße zur Kontakaufnahme verwenden
  • Ins Abenteuer stürzen und nicht drauf warten, dass es sich auf Dich stürzt

In den kommenden Wochen werden wir Euch Sagas von Geisterbussen erzählen, von Ausritten auf Isländer-Ponys, von Flugstunden in einem Flugsimulator, von einem dreistöckigen Flohmarkt-Haus, vom Fangen eines Huhns mit einer Flasche Rosé, von gestohlenen Rädern, vom Einfangen einer Schafsherde und von Gesprächen, die unsere Weltsicht neu definierten.

Aber das wird nur das „icing on the cake“ in diesem Blog. Denn, verliebt in die Bauweise des klassischen „Dalarna Michel“, beschlossen wir uns ein solches in Österreich zu bauen. Wann? Jetzt, in diesem Moment. 2015 … und ihr seid live dabei. Wir werden Fehler machen, wir werden davon berichten, wir werden Erfolge haben, wir werden Euch davon erzählen. Warum? Weil wir seit unserer Schwedenerfahrung der Meinung sind, dass es besser ist Menschen zu inspirieren ihren eigenen Weg zu gehen, als andere mit überkandideltem Lebensirrsinn zu beeindrucken. Denn vielleicht bist Du ja der nächste glückliche Schwedenhausbesitzer?

Wer wir sind:

pf_1428744146Manu, die Schatzmeisterin, mit dem Herz einer Kämpferin und der Seele einer Fee

pf_1428743681Flo, der Langzeitstratege, mit dem Herz eines Pioniers und der Seele eines Brillenbären

Das war’s für’s Erste. Im nächsten Beitrag stellen wir Euch die Helden unserer Hausbauserie vor … denn ohne ein perfektes Team, lässt sich kein perfektes Eigenheim bauen.

Auf bald und stay inspired,

Manu und Flo

Quellen:

Fotos: privat

Fotoeffekte: http://www.photofancy.de/index/overview